Archive for the 'Listen' Category

31
Mai
11

Kaurismäkis Kino – Versuch einer Hommage

Ausgehend von seinem besonderen Blick auf besondere Leute entwickelte der phlegmatisch wirkende Autorenfilmer, Aki Kaurismäki, eine unverwechselbare Ausdrucksweise, die vor allem durch die kompromisslose Absage an die Perfektion und die Beschäftigung mit speziellen Phänomenen in gesellschaftlichen Randgruppen geprägt ist. Zwar werden seine formal strengen, aufs Wesentliche reduzierten Filme -zu Recht- oft mit den Werken Yasujirô Ozus und Robert Bressons verglichen; doch geht Kaurismäkis Kino auf sonderbare Weise weiter…

Im Folgenden wird versucht einige der schwer (be-)greifbaren Aspekte in Kaurismäkis Filmen aufzuspüren. Aspekte, die sich durch sein gesamtes -fast drei Jahrzehnte umfassendes- Schaffen ziehen, und die sein Kino letztlich so bewundernswert und einzigartig machen.

Bitteres Schweigen und verzweifelte Sehnsucht

(in: „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“ / 1990)

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Stagnation und soziale Kälte

(in: „Das Leben der Boheme“ / 1992)

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Selbsttreue durch konsequente Verweigerung

(in: „Ariel“ / 1988)

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Maximale Reduktion und stilisiertes Understatement

(in: „Tatjana“ / 1994)

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Sentimentaler Klamauk und beißende Ironie

(in: „Leningrad Cowboys Go America“ / 1989)

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Deprimierende Isolation und…

(in: „Lichter der Vorstadt“ / 2006)

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Zerbrechliche Zuversicht

(in: „Wolken ziehen vorüber“ / 1996)

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Urbane Tristesse und expressiver Ausbruch

(in: „I hired a Contract Killer“ / 1990)

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Begrenzter Horizont und endlose Seelenlandschaft

(in: „Der Mann ohne Vergangenheit“ / 2002)

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Lakonische Beobachtung und elliptische Objektivität

(in: „Ariel“ / 1988)

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Ungeschliffen, ehrlich, existentiell

(in: „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“ / 1990)

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Respektvolle Melancholie und menschliche Größe

(in: „Schatten im Paradies“ / 1986)

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Varjoja paratiisissa (FIN / 1986)

R: Kaurismäki / K: Salminen / D: Kaurismäki

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Ariel (FIN / 1988)

R: Kaurismäki / K: Salminen / D: Kaurismäki

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Leningrad Cowboys Go America (FIN / SWE / 1989)

R: Kaurismäki / K: Salminen / D: Järvenpää

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Tulitikkutehtaan tyttö (FIN / SWE / 1990)

R: Kaurismäki / K: Salminen / D: Kaurismäki

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I hired a contract killer (FIN / GB / D / 1990)

R: Kaurismäki / K: Salminen / D: Kaurismäki

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La vie de bohème (FIN / F / D 1992)

R: Kaurismäki / K: Salminen / D: Kaurismäki (nach Murger)

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Pidä huivista kiinni, Tatjana (FIN / D 1994)

R: Kaurismäki / K: Salminen / D: Kaurismäki

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Kauas pilvet karkaavat (FIN / 1996)

R: Kaurismäki / K: Salminen / D: Kaurismäki

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Mies vailla menneisyyttä (FIN / D / F 2002)

R: Kaurismäki / K: Salminen / D: Kaurismäki

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Laitakaupungin valot (FIN / D / F 2006)

R: Kaurismäki / K: Salminen / D: Kaurismäki

30
Mrz
11

Aktion Deutscher Film

Ziemlich genau ein halbes Jahr schreibt der olle Unoculus jetzt am Kintopp. Doch schon ein Blick auf die Liste der eingestellten Beiträge zeigt, dass bisher verhältnismäßig wenig deutschsprachige Filme besprochen wurden. Um genau zu sein nur ein Einziger – Olympia (D / 1938)… Lediglich ein Beitrag von 25!

UND bei vielen Film-Blog-Kollegen sieht es in Bezug auf den deutschsprachigen Film ähnlich düster aus. Woran mag das liegen? Gibt es zu wenig qualitativ hochwertige Produktionen aus deutschen Landen? Sind wir zu sehr an die „heimische Kost“ gewöhnt? Kann sich der deutschsprachige Film einfach nicht gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen? Wohl eher unzureichende Erklärungen…

Wie dem auch sei; es ist an der Zeit entgegenzusteuern und dem deutschen Film mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Und genau aus diesem Grund möchte auch der „Kintopp“ die tolle Aktion des intergalaktischen Affenmanns mit Begeisterung unterstützen –

Die „Aktion Deutscher Film“.

Jeder Interessierte Blogger sei deshalb aufgefordert sich an dieser militärisch-präzis konzipierten Unternehmung zu beteiligen. Je mehr Input, Aufmerksamkeit und Beschäftigung mit dem Thema deutscher Film, desto besser. Die gemeinschaftliche Konzentration verschiedener Filmblogs und Bloggerlinge, stellt ein wirklich zu begrüßendes Experiment dar, um in gemeinsamer Anstrengung intensiv über den oftmals sträflich vernachlässigten deutschsprachigen Film zu recherchieren und zu diskutieren… damit so deprimierende Quoten wie bei mir, in Zukunft verhindert werden.

Kurzum: Ich freue mich darauf im Verlauf des Jahres Vergessenes wieder zu entdecken, Verdrängtem eine neue Chance zu geben und vor allem, noch nicht Bekanntes zu erschließen.

Hier nun meine favorisierten Zehn UND Zehn weitere großartige deutsche Filme, die sich wirklich lohnen. Die Reihenfolge der aufgelisteten Filme spielt keine bestimmte Rolle.

 

Karbid und Sauerampfer“ (DDR / 1963)

Ein augenzwinkerndes Zeitdokument mit vielen Seitenhieben auf politisch-militaristisch-logistische Unzulänglichkeiten und ein seltenes Beispiel von deutschem „savoir vivre“.

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Auch Zwerge haben klein angefangen“ (D / 1970)

Ein pervers-anarchistischer Aufstand gegen den guten Geschmack – grotesk, blasphemisch, surreal. Dieser Film ist wahrlich unvergesslich.

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Das Cabinet des Dr. Caligari“ (D / 1920)

DER Klassiker unter den Klassikern. Ein Film der bis heute funktioniert und bis heute nachwirkt. „Du mußt Caligari werden“.

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Jonas“ (D / 1957)

Begeisternd unkonventionell. Ein Film über einen Außenseiter, der gleichzeitig ein Jedermann ist. Definitiv ein sträflich vernachlässigtes Meisterwerk. Empfohlen sei an dieser Stelle die gelungene Besprechung auf Whoknows.

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M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ (D / 1930)

Schon bei meinen „Top 10 überhaupt“ dabei, darf „M“ natürlich auch hier nicht fehlen. Die Definition eines zeitlosen Klassikers.

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Piratensender Powerplay“ (D / 1982)

Natürlich! Auch DAS ist deutscher Film. Mit dem Holzhammer gestrickt, stets flach aber doch liebenswert. „Piratensender Powerplay“ steht dabei exemplarisch für die frühen Otto-Filme, für Karl Dalls Eskapaden am Kilimandscharo und auf Ibiza, für Hape Kerkelings unterschätzte Komödien und natürlich für das gesamte Supernasen-Oeuvre… Filme die auch nach der 20. „Sichtung“ wertvoller werden.

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Olympia-Fest der Schönheit“ (D / 1938)

Formale Perfektion mit fragwürdiger (aber niemals flach-eindeutiger) Aussage. Dennoch definitiv ein visuelles Meisterwerk.

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Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ (D / 1922)

Der poetische Horrorfilm fasziniert bis zum heutigen Tage. Einige, teilweise nebensächliche, Einstellungen verfolgen mich bis heute. Magier Murnau wusste einfach wie es geht.

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Zur Sache, Schätzchen“ (D / 1968)

Sozusagen eine Herzensangelegenheit. Ein ziemlich takt- und ruheloser Film, der sicherlich streckenweise etwas angestaubt wirkt, aber dennoch in einigen Sequenzen Auf- und Abbruchstimmung vermittelt.

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Das kalte Herz“ (DDR / 1950)

Das altmodische, scheinbar träg dahinfließende Märchen, entführt einen fast unmerklich in eine andere Welt. Die fantastisch-düstere Kraft des Films ist dabei jederzeit spürbar.

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Und hier noch zehn Filme die es knapp nicht in die Top 10 geschafft haben, aber dennoch nicht minder sehenswert sind.

 

Abschied“ (D / 1930) – Die in nur 10 Tagen abgedrehte „Billigproduktion“ macht aus der Not eine Tugend. Sozusagen eine Art Nachfolgefilm des ebenfalls großartig reduktionistischen „Menschen am Sonntag“ (D / 1930).

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Der Schatz“ (D / 1923) – Die überraschend surrealen Anfänge des „Pabstes“ der Neuen Sachlichkeit. Kleine Geschichte, große Wirkung.

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Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?“ (D / 1932) – Brecht, Dudow, Eisler und der großartige Ernst Busch schufen gemeinsam ein einmaliges Film-Experiment.

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Wunschkonzert“ (D / 1940) – Teile dieses Films beeindrucken bis heute, andere Teile erschrecken in ihrer tendenziösen Machart. Dennoch definitiv einen Blick wert.

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Angst essen Seele auf“ (D / 1974) – Rührende Menschlichkeit vs. gesellschaftliche Konventionen. Fassbinder vermittelt hoffnungsvolle Traurigkeit…

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Der letzte Mann“ (D / 1924) – Visuell ein nahezu perfekter Film, in dem die Kamera die Geschichte erzählt. Vielleicht Murnaus Bester…

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Doppelpack“ (D / 2000) – Oft liebenswert, manchmal poetisch, häufig nichtig und meistens wahr. Ein definitiv unterschätzter Film über das Leben…

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Die Nibelungen“ (D / 1922/24) – Faszinierend und verstörend: Monumentales Geklotze und triviale Kleckerei. Muss man gesehen haben.

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Jakob, der Lügner“ (DDR / 1975) – Mit wenig Mitteln viel erreicht. Zurückhaltend, unaufgeregt und ungemein bewegend.

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Der Student von Prag“ (D / 1913) – Natürlich darf der große Paul Wegener nicht fehlen. Ein ungemein reifer Film, der seiner Zeit weit voraus war.

10
Feb
11

Film___Buch

Film-Literatur: Ein weites Feld – von lediglich an der Oberfläche kratzenden Bilderbüchern bis hin zu bleilastigen, von Subtexten zu Metaebenen changierenden Theoriebibeln, findet sich so ziemlich alles in den Bücherregalen der Filmliebhaber. Leider steht gerade bei den anspruchsvollen filmtheoretisch-wissenschaftlichen Betrachtungen oft nicht mehr das Medium Film im Mittelpunkt, sondern eher der jeweilige Ansatz des einzelnen Autors. Das Ergebnis: Frustration wegen der schwer deut- und lesbaren Interpretationsversuche und die stetige Entfernung vom Wesentlichen, dem Film.

Deshalb seien an dieser Stelle ein paar uneingeschränkte Film-Literatur-Empfehlungen genannt, die relativ leicht zugänglich sind und dabei dennoch ungemein aufschlussreich und spannend bleiben. Filmbücher von Autoren, die mit spürbarer Leidenschaft, ihrer Liebe zum Medium Film Ausdruck verleihen und auf faszinierende Weise Wissen und Emotionen vermitteln.

 

„Yo – Ich selbst“ (1984) – Sergej M. Eisenstein

Eisenteins Memoiren, bestehend aus von ihm selbst zusammengestellten, über die Jahrzehnte angehäuften Gedanken, Arbeitsthesen, Skizzen und Entwürfen. Manche Texte wirken unfertig, andere hingegen weisen eine unglaubliche Perfektion auf. Man meint die Arbeitsprozesse und Denkstrukturen des Universalgenies überblicken zu können. Trotz des  fragmentarischen Aufbaus ungemein spannend und stringent.

 

 

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„Film als subversive Kunst: Kino wider die Tabus – von Eisenstein bis Kubrick“ (Film as  Subsersive Art / 1974) – Amos Vogel

Ein Sammelsurium an interessanten, provozierenden, experimentellen Filmen aus allen Teilen der Welt. Zwar schreibt Vogel zu den einzelnen Filmen oft nicht mehr als eine kurze, aus dem Gedächtnis zitierte Inhaltsangabe, die meist nicht sonderlich präzise und manchmal faktisch einfach falsch ist. Doch gibt das Buch dennoch einen exzellenten Überblick über die Experimental- und Kunstfilmszene von den Anfängen des Kinos bis in die 1970er Jahre. Aufgrund der hohen Dichte der besprochenen Filme auch als Nachschlagewerk zu verwenden.

 

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„Film als Kunst“ (1932) – Rudolf Arnheim

Was ist Film? Was zeichnet ihn aus? Was grenzt ihn von anderen Kunstformen ab? Was macht ihn einzigartig? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Arnheim in „Film als Kunst“. Sein feuilletonistischer Stil, besticht durch Pointiertheit und stark subjektive Färbung. Zwar sind einige Ansichten heutzutage kaum noch haltbar – auch distanzierte sich Arnheim selbst von einigen Thesen; doch macht gerade dies, die Magie dieses kompromisslosen Pamphlets aus.

 

 

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„Film verstehen“ (How to read a film / 1977) – James Monaco

Körnung des Filmmaterials, Physiognomie der Wahrnehmung, Mise en Scène und Malteserkreuz… In diesem Buch werden Details zum Thema Film erklärt. In verschiedenen Kapiteln gibt Monaco einen umfassenden Überblick über Filmtechnik, -sprache, -geschichte, -theorie usf. Sowohl für Film-Laien als auch für Experten absolut lesenswert und als eine Art ständiges Nachschlagewerk jederzeit zu empfehlen.

 

 

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„Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?“ (Le Cinéma selon Hitchcock / 1966) – François Truffaut

In einem lange vorbereiteten Interview steht Alfred Hitchcock, seinem Bewunderer Truffaut Rede und Antwort. Häufig merkt man Truffaut seinen Respekt vor Hitchcock förmlich an; an anderen Stellen des Buches wirkt das Interview eher wie ein Gespräch zweier Filmenthusiasten auf Augenhöhe. Definitiv eine sehr schöne Übersicht über Hitchcocks Werk, wenn auch nicht immer sonderlich tiefgreifend. Dafür jedoch unglaublich interessant und absolut lesenswert. Ein Klassiker.

 

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„Mein letzter Seufzer“ (Mon dernier soupier / 1982) – Luis Buñuel

„Man besteht aus seinen Irrtümern und Zweifeln wie aus seinen Gewißheiten“. Ein Satz der sich als Leitmotiv durch die Autobiographie Buñuels zieht. Dieses Buch ist weniger durch filmtheoretische/filmographische Ansätze interessant; sondern beeindruckt eher durch die reflektierende Leichtigkeit eines Mannes, der die Film- und Kunstwelt jahrzehntelang aufgemischt hat. Ein augenzwinkernder Abgesang…

 

 

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„Groucho und ich“ (Groucho and me / 1959) – Groucho Marx

Eine intelligente und sprachlich wie immer extrem pointierte Auseinandersetzung mit dem, was Groucho sein Leben nennt. Stets humorvoll, meistens überraschend, oft melancholisch und immer lesenswert.

 

 

 

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„François Truffaut – Briefe 1945-1984“ (François Truffaut – Correspondance / 1988) – François Truffaut

Das Leben und das Werk Truffauts von einer ganz persönlichen Seite… Hier findet sich der gesamte Briefverkehr seines Lebens, zusammengefasst in einem Buch. Ideen, Besprechungen, Filmrezensionen, Notizen, Liebesangelegenheiten… Stets behände ausformuliert und interessant geschrieben. Der Leser gewinnt Einblicke in das Werk eines Filmenthusiasten; aus einer sehr privaten Perspektive.

 

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„Von Caligari zu Hitler: Eine psychologische Studie des deutschen Films“ (From Caligari to Hitler / 1947) – Siegfried Kracauer

Siegfried Kracauers Versuch einer soziologischen Studie, die den Weg in den Nationalsozialismus auf die deutsche Filmproduktion zwischen 1918 und 1933 zurückführt… Die wissenschaftlich und historisch gesehen kaum haltbare These durchzieht das gesamte Buch und wirkt dennoch auf erschreckende Weise überzeugend. Vor allem auf filmhistorischer Ebene beeindruckt Kracauers Buch und erweist sich, aufgrund der ungeheuren Zahl an detailliert besprochenen (heutzutage teilweise unbekannten, weil verschollenen) Filmen, als wahre Fundgrube.

 

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„Pioniere des Films“ (The parade’s gone by / 1997) – Kevin Brownlow

Kevin Brownlow interviewte in den 60er Jahren Regisseure und Filmschaffende, die Hollywood in den 10er und 20er Jahren zu dem machten was es heute ist. Ein ungemein liebevoll gestaltetes Werk mit jeder Menge Anekdotischem, von einstigen Stars – die heutzutage kaum noch bekannt sind. „The parades gone by“ blickt auf sentimentale und ausführliche Weise zurück und  beleuchtet wie kein anderes Buch die Produktionsverhältnisse der Stummfilmzeit…

25
Jan
11

10 Meisterwerke

Es gibt viele Listen mit Aufzählungen der wohl besten Filme aller Zeiten… hier ist meine… zehn Meisterwerke, die eine lebensverändernde Kraft besitzen und einmalig in der Geschichte des Films bleiben werden.

Fühlt euch frei zu intervenieren oder zu ergänzen – die Reihenfolge wurde übrigens dem Zufall überlassen…


Standbild aus "Wilde Erdbeeren"

Smultronstället – Wilde Erdbeeren (SWE / 1957)

Bergmans Abgesang auf ein Leben/eine Epoche. Eine unglaublich intensive Erfahrung mit surrealen Anklängen und dem großartigen Victor Sjöström in der Hauptrolle.

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Standbild aus "Die Vergessenen"

Los Olvidados – Die Vergessenen (MEX / 1950)

Melancholie und Trostlosigkeit. Gerade der Surrealist Bunuel schafft ein bewegendes Werk des harten Realismus. Nicht umsonst wurde „Die Vergessenen“ als zweiter Film nach „Metropolis“ (warum auch immer) in die Liste des Unesco Weltkulturerbes aufgenommen.

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Standbild aus "Die Reise nach Tokio"

Tokio monogatari – Die Reise nach Tokio (JAP / 1953)

Kleine Gesten große Wirkung. Ein stilles, bewegendes und tief emotionales Monument der Menschlichkeit.

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Standbild aus "Erde"

Zemlya – Erde (UdSSR / 1930)

In eindrucksvoll poetischen Bildern erzählt Dovshenko eine einfache Bauerngeschichte, die alle Elemente eines Lebens beinhaltet. Mehr Gedicht als Film.

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Standbild aus "In der Glut des Südens"

Days of heaven – In der Glut des Südens (USA / 1978)

Episch in jeder Hinsicht. Kameramann Néstor Almendros lässt aus jedem einzelnen Filmbild ein Gemälde entstehen. Ein atmosphärisch unerreicht dichtes, visuelles Meisterwerk.

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Buster Keaton, Der General

The General – Der General (USA / 1926)

Ein Film, mit der Schönheit, Kraft und Perfektion einer Dampfmaschine. Formal vollkommen.

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Standbild aus Vittorio De Sicas "Die Fahrraddiebe"

Ladri di biciclette – Fahrraddiebe (ITA / 1948)

Frage: Was braucht man für einen spannenden und emotional zutiefst aufwühlenden Film? Antwort: Zwei Schauspieler und ein Fahrrad… De Sicas „Fahrraddiebe“; eine Perle des Neo-Realismus.

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Peter Lorre in "M"

M – Eine Stadt sucht einen Mörder (D.R. / 1931)

Ein schwieriges Thema spannend und unterhaltsam umgesetzt. Gerade auf der Tonebene setzte „M“ Maßstäbe und verliert auch mehr als 80 Jahre nach seiner Uraufführung nicht an Wirkung.

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Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg in Außer Atem

À bout de souffle – Außer Atem (FRA / 1960)

Eine filmische Supernova; die das Kino revolutioniert hat und zum Aushängeschild der Nouvelle Vague wurde. Es gibt ein Kino vor und nach „Außer Atem“.

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Standbild aus "Oktober"

Oktyabr – Oktober (UdSSR / 1928)

Projizierte Filmtheorie. „Oktober“ generiert durch Montage Bedeutung. Der Rhythmus des Films gleicht dem der Revolution. Ein filmisch-psychoanalytisches Gesamtkunstwerk.




Unter den Blinden…

Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Kein Anspruch auf Richtigkeit. Pure Subjektivität eines Einäugigen...

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